Das Perfekt im Deutschen – Regeln, Zeitformen, Grammatik

Das Perfekt im Deutschen – Regeln, Zeitformen, Grammatik

Das Perfekt, auch vollendete Vergangenheit genannt, ist eine sehr wichtige Zeitform in der deutschen Grammatik. Es wird benutzt um über die Vergangenheit zu sprechen. Im Folgenden erkläre ich Ihnen die Bildung dieser Zeitform sowie die Regeln für die Benutzung – Das Perfekt im Deutschen – Regeln, Zeitformen, Grammatik.

Die Bildung der Zeitform des Perfekts – Haben und Sein

Die Bildung der Zeitform des Perfekts geschieht über ein Hilfsverb. Dieses hat lediglich eine grammatische Funktion und an sich keine Bedeutung. Es gibt nur zwei Verben, die als Hilfsverb fungieren können, dies sind das Verb „haben“ sowie das Verb „sein“.

Das Perfekt – Erklärung und Beispiele

Das Ganze erklärt sich am besten an zwei Beispielen. Nehmen wir den Satz „Ich schaue den Film.“ Will man diesen Satz nun aus dem Präsens ins Perfekt umformen passiert folgendes: Das Verb „schauen“ rutscht als Partizip ans Satzende. Aus „schauen“ wird „GE-schaut“, an der Position am Satzanfang steht nun das Hilfsverb (in diesem Fall habe aufgrund der Ich-Form 1. Person Singular Präsens). Aus unserem Satz „Ich schaue den Film“ wird also im Perfekt „Ich habe den Film geschaut.“

Ein anderes Beispiel ist: „Sie lieben die Natur.“ Auch hier bildet sich das Partizip mit der Vorsilbe „GE“, somit „geliebt“. Aufgrund der Form dritte Person Plural Präsens lautet das Hilfsverb hier „haben“ und unser Satz im Perfekt lautet: „Sie haben die Natur geliebt.“

Das Perfekt – Ausnahmen

Ausnahmen bilden Sätze mit Verben der Bewegung und Zustandsveränderung. Hier verwendet man anstelle des Hilfsverbes „haben“ das Hilfsverb „sein“. Verben der Bewegung sind „gehen“, „fahren“, „fliegen“ usw.

Auch hierzu zwei Beispiele. Nehmen wir den Satz: „Ich fahre zur Schule.“ Das Hilfsverb lautet in diesem Falle „bin“ (1. Person Singular von „sein“). Aus „fahren“ wird „GE-fahren“ und das Partizip rutscht wieder ans Satzende. Im Perfekt lautet der Satz somit: „Ich bin zur Schule gefahren.“

Und der Satz: „Wir schwimmen schnell.“ wird im Perfekt zu „Wir sind schnell geschwommen.“ Die Verwendung der Form „sind“ als Hilfsverb begründet sich dadurch dass der Satz in der 1. Person Plural steht, somit nimmt man auch im Perfekt bei der Bildung des Hilfsverbes die 1. Person Plural (in diesem Fall „sind“).

Genauso verhält es sich mit Verben der Zustandsveränderung wie „sterben“ oder „einschlafen“. Auch diese verwenden als Hilfsverb „sein“. Aus dem Satz „Sie stirbt.“ wird im Perfekt „Sie ist gestorben“. Und der Satz „Ich schlafe ein.“ wird im Perfekt zu „Ich bin eingeschlafen.“

Die Bildung der Perfektform

Die Bildung der Perfektform bedingt den sicheren Umgang mit den Hilfsverben „haben“ und „sein“. Um herauszufinden, in welcher Form das Hilfsverb im Perfekt-Satz stehen muss, muss man die Personalform des Präsens-Satz bestimmen.

In der Regel bildet man das Partizip mit der Vorsilbe „GE“.

Bei Verben der Bewegung und der Zustandsveränderung verwendet man das Hilfsverb „sein“, ansonsten das Hilfsverb „haben“.

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